Stellenabbau : Hoffnung für Entlassene von Ebay

Die 360 Mitarbeiter des Online- Marktplatzes Ebay, die Mitte des Jahres ihren Job verlieren, können darauf hoffen, dass die für sie eingerichtete Transfergesellschaft besser ausgestattet wird.

Berlin - Die brandenburgische Landesregierung habe nach Überprüfung der finanziellen Ausstattung unbürokratische Hilfe in Aussicht gestellt, teilte die Gewerkschaft Verdi am Freitag mit. Dazu hätten Vertreter des Betriebsrats und Verdis mit Brandenburgs Arbeits- und Sozialminister Günter Baaske (SPD) und Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) über zusätzliche Finanzmittel gesprochen. Eine Sprecherin Christoffers erklärte, dies werde geprüft, aber es habe keinerlei Zusagen gegeben.

Ebay hatte sich Anfang Februar mit dem Betriebsrat auf einen Sozialplan geeinigt. Bis Mitte des Jahres verlieren 360 der 630 Mitarbeiter am Standort Dreilinden bei Berlin ihren Arbeitsplatz. Nach Angaben eines Ebay-Sprechers hat der Sozialplan ein Gesamtvolumen im zweistelligen Millionenbereich. Doch die dort vereinbarte Transfergesellschaft für 100 gekündigte Beschäftigte stoße auf größeres Interesse als bisher angenommen, sagte Karl-Heinz Austermühle von Verdi. Nun gehe es darum, durch die Hilfe der Landesregierung die Qualität der Maßnahme und die Anzahl der Plätze in der Transfergesellschaft zu erweitern.

Unterdessen sind beim Kartellamt Beschwerden eingegangen, weil Ebay seit Donnerstag von Verkäufern, die weniger als 50 Bewertungen haben, verlangt, das hauseigene Bezahlsystem Paypal als eine der möglichen Zahlungsoptionen anzubieten. Die Beschwerden würden geprüft, sagte ein Sprecher des Amtes. Ein Verfahren gebe es aber noch nicht. Ebay begründet den Schritt damit, dass viele Käufer nicht von Verkäufern mit noch wenigen Bewertungen kaufen möchten. Die zusätzliche Absicherung durch Paypal erhöhe die Chancen der Verkäufer. vis

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