Wirtschaft : Steuerberater haften für Fehler

München - Steuerberater müssen es ihren Mandanten ermöglichen, Steuererklärungen vor der Abgabe auf deren Richtigkeit zu überprüfen. Dazu reicht nicht die Vorlage einer komprimierten elektronischen Einkommensteuer-Erklärung aus, die mit dem Finanzamt-Programm Elster erstellt wurde, wie der Bundesfinanzhof (BFH) in einem am Mittwoch in München veröffentlichten Urteil entschied. Im konkreten Fall muss nun ein Steuerberater für die finanziellen Folgen eines solchen Versäumnisses einstehen (Az: III R 12/12). Der klagende Mandant und Vater hatte sich von seiner Lebensgefährtin getrennt und deshalb erstmals Anspruch auf den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende in Höhe von 1308 Euro im Jahr. Sein Steuerberater wusste von der Trennung allerdings nicht. Weil in der komprimierten elektronischen Steuererklärung keine entsprechenden Rubriken enthalten sind, konnte der Mandant nicht erkennen, dass der Freibetrag für Alleinerziehende fehlte. Der BFH wertete dies nun als „grobes Verschulden“ des Steuerberaters, für das er aufkommen muss. AFP

1 Kommentar

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben