Wirtschaft : Steuerentlastung erhöht Innovationskraft

KÖLN (ADN).Mehr Innovationen bei deutlicher Steuerentlastung der Unternehmen hat der Bundesverband der deutsche Industrie in Aussicht gestellt.In einem in Köln vorgestellten Positionspapier betonte der Industrieverband am Freitag, wichtigste Triebfeder für Innovationen seien die Aussichten auf Gewinne.Diese gäben den Unternehmen auch den notwendigen finanziellen Spielraum, in die Zukunft zu investieren.Bisherige Fördermodelle "nach dem Gießkannenprinzip" hätten sich demgegenüber als nachteilig und ineffizient erwiesen.Die Innovationsförderung wirke besser über den Weg der Steuererleichterungen.

"Wer mehr Innovationen will, muß die Unternehmenssteuerreform mit dem Ziel einer durchschlagenden Nettoentlastung der Unternehmen vorantreiben", sagte der Vorsitzende des BDI-Ausschusses für Technologiepolitik Klaus-Dieter Vöhringer, der auch Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von DaimlerChrysler ist.In Anwesenheit von Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD), erklärt Vöhringer, der Rückschnitt der Unternehmensteuerbelastung auf 35 Prozent werde eine Innovationsdynamik freisetzen, die die Wirkung aller anderen denkbaren generellen finanziellen Instrumente zur Innovationsförderung bei weitem überdecke.Von dieser Maßnahme profitierten daher letztlich alle Seiten.

Dies schließe die steuerliche Forschungsförderung ein, betonte Vöhringer.Sie werde in den meisten Industrieländern zwar unabhängig von niedrigen Unternehmensteuern zusätzlich gewährt und sei auch nach einhelliger Unterstützung der Wissenschaft geeignet, das Innovationspotential besonders der kleinen und mittleren Unternehmen auf breiter Basis zu mobilisieren.Doch mit Blick auf die notwendige Senkung der Unternehmensteuersätze, von der ein weitaus größerer Innovationsschub zu erwarten sei, und die allgemein geforderte Vereinfachung des Unternehmensteuerrechts könne dieses Instrument hintenan gestellt werden.

Um das volkswirtschaftlich nötige Maß an industrieller Forschung und Entwicklung in Deutschland zu erhalten, sei direkte staatliche Forschungsförderung auf den wichtigen Zukunftsfeldern nach wie vor unverzichtbar, fuhr Vöhringer fort.Das gelte auch für die Förderung industriellen Gemeinschaftsforschung.Der Ausschuß des Bundesverbandes der deutschen Industrie verabschiedete dazu unter dem Titel "Innovationspolitik für Deutschland - Maßnahmen in zukunftsträchtigen Feldern" eine Diskussionsgrundlage für Erörterungen mit Wirtschaft, Wissenschaft und Forschungspolitik zu den Feldern Mobilität, Information, Vitalität, Produktion und Energie.

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