Wirtschaft : Steuererklärung 2002: Eichels Gnadenfristen

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Die Frist läuft: Bis zum 31. Mai muss jeder Steuerbürger seine Einkommensteuererklärung abliefern. Zumindest theoretisch. Praktisch gibt es einige Möglichkeiten, die Abgabefrist nach hinten herauszuschieben. Wer seine Steuererklärung nicht selber macht, sondern einen Rechtsanwalt, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer damit beauftragt, braucht das Formular erst am 30. September beim Finanzamt abzugeben. Dieses Privileg gilt jedoch nicht, wenn Sie einen Lohnsteuerhilfeverein für die Bearbeitung der Steuererklärung einschalten.

Eine weitere Fristverlängerung über den 30. September hinaus ist nur möglich, wenn Sie einen Antrag auf Einzelfristverlängerung stellen. Dieser muss jedoch begründet werden (zum Beispiel bei Krankheit) und die Begründung sollte stimmen. Denn ansonsten können Sie davon ausgehen, dass der Fiskus Ihnen ihn Zukunft nicht mehr entgegen kommen wird. Die Einzelfristverlängerung kommt auch dann in Frage, wenn Sie Ihre Steuererklärung selbst anfertigen wollen, dieses aber nicht bis Ende Mai schaffen.

Schlechter sieht es aus, wenn das Finanzamt von sich eine Frist zur Abgabe der Steuererklärung gesetzt hat. Jährlich bestimmen die Behörden eine repräsentative Auswahl von Steuerzahlern, die ausdrücklich zur Abgabe ihrer Steuererklärungen zu einem festen Termin aufgefordert werden. Denkbar ist auch, dass der Fiskus Steuerpflichtigen eine Frist setzt, weil bislang in Anspruch genommene Sonderabschreibungen wegfallen und die Finanzbehörden mit einer Steuernachzahlung rechnen. Wenn das Finanzamt Sie aufgefordert hat, innerhalb einer bestimmten Frist zu reagieren, können Sie sich nicht mehr auf die Fristverlängerung bis zum 30. September berufen, die Ihnen normalerweise die Einschaltung eines Steuerberaters beschert. Es bleibt dann nur eine Einzelfristverlängerung.

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