Steuern gespart : Yahoo verwandelt Alibaba-Beteiligung in Gewinn für Aktionäre

Yahoo will seinen Anteil an dem Onlinehändler Alibaba in eine Investmentfirma ausgliedern - bei einem normalen Verkauf wären 16 Milliarden Dollar Steuern fällig gewesen. Für die Aktionäre lohnt sich das.

Yahoo-Chefin Marissa Mayer.
Yahoo-Chefin Marissa Mayer.Foto: Reuters

Das US-Internetportal Yahoo gliedert seine Anteile an dem chinesischen Onlinehändler Alibaba in eine eigene, unabhängige Gesellschaft aus. Damit werde der Wert für die Anteilseigner "maximiert", erklärte Yahoo-Chefin Marissa Mayer am Dienstag anlässlich der Veröffentlichung der Jahreszahlen. Bei einem normalen Verkauf der Anteile wären bis zu 16 Milliarden Dollar an Steuern fällig gewesen. Nach der Ankündigung legte die Yahoo-Aktie um fast sieben Prozent auf 51,20 Dollar zu.

Für die Alibaba-Aktien soll demnach eine Investmentfirma namens SpinCo gegründet werden, die von Yahoo-Anteilseignern gehalten werden soll. Die Abspaltung soll erst im vierten Quartal erfolgen, denn das US-Unternehmen hatte beim Börsengang von Alibaba zugesichert, seine Anteile mindestens bis zum 21. September 2015 zu halten. Yahoo war 2005 bei Alibaba eingestiegen und hatte für eine Milliarde Dollar einen 40-prozentigen Anteil erworben.

Alibabas Gesamtwert wird auf 40 Milliarden geschätzt

Nach dem Börsengang von Alibaba im September hält Yahoo noch 15,4 Prozent der Anteile an dem chinesischen Unternehmen, deren Gesamtwert auf rund 40 Milliarden Dollar geschätzt wird. Diese Summe macht einen Großteil des Gesamtwerts von Yahoo aus, der sich auf rund 45 Milliarden Dollar beläuft.

Durch die Gewinne beim Börsengang Alibabas konnte Yahoo im zurückliegenden Geschäftsjahr seinen Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr auf 7,5 Milliarden Dollar verfünffachen. Im vierten Quartal allein ging der Nettogewinn allerdings im Jahresvergleich um 52 Prozent auf 166 Millionen Dollar zurück.

Der Umsatz ging 2014 um 1,3 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar zurück, zwischen Oktober und Dezember schrumpfte er um ein Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar. (AFP)

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