Wirtschaft : Steuerrecht: Bundesregierung will Unternehmensteuer modernisieren

Die Bundesregierung will noch in diesem Jahr das deutsche Unternehmenssteuerrecht "modernisieren, vereinfachen und veränderten nationalen und internationalen Gegebenheiten anpassen", ohne dabei die öffentlichen Haushalte zu belasten. Geändert werden die Besteuerung von Betriebsumstrukturierungen, Ergebnisverrechnungen zwischen verbundenen Unternehmen sowie Auslandsbeziehungen von Unternehmen. Auch Änderungen bei der Gewerbesteuer und beim Einkommensteuerrecht sowie eine effizientere Besteuerung stiller Reserven sind geplant.

Die Übertragung von Wirtschaftsgütern von Mitunternehmern gegen die Gewährung von Gesellschaftsrechten soll im Sinne des Mittelstandes künftig steuerfrei sein. Bei der Auflösung einer Personengesellschaft werden die einzelnen Wirtschaftsgüter auf die Gesellschafter steuerneutral verteilt. Auch die Übertragung stiller Reserven auf ein anderes Unternehmen eines Gesellschafters wird steuerfrei. Eine Kapitalgesellschaft darf Aufwendungen, die sie im Rahmen steuerfreier Dividendeneinnahmen von inländischen Töchtern erhält, steuerlich absetzen.

Verändert wird auch die Besteuerung von Beteiligungserträgen, die Unternehmen von Tochter- oder Enkelfirmen aus dem Ausland erhalten. Fiel bislang für solche Erträge eine Steuer von 38 Prozent an, so sollen künftig auch Verluste und bei Personengesellschaften auch deren individueller Steuersatz berücksichtigt werden.

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