STICHWORT : Halbinsel Stralau

Es ist eines der wichtigsten Umnutzungsprojekte, die Berlin derzeit zu bieten hat: Nach jahrelangem Leerstand wird der Flaschenturm auf der Halbinsel Stralau saniert. Errichtet wurde er in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts für die Engelhardt-Brauerei. Jetzt saniert die Leipziger Licon-Gruppe (sie hat auch die Fehrbelliner Höfe in Berlin-Mitte übernommen) das Baudenkmal und schafft mit einem

Investitionsvolumen von 15 Mio.

Euro 65 Wohnungen – teilweise im

historischen Industriegebäude
, teilweise in einem Neubau. Der Altbau soll nach Licon-Angaben Mitte dieses Jahres fertig sein, der Neubau Ende 2011.

Rund 2800 bis 3600 Euro pro

Quadratmeter verlangte die Licon für die Wohnungen, die bereits alle verkauft sind.

Der Flaschenturm ist nicht das einzige Bauprojekt auf der zu Friedrichshain gehörenden Halbinsel Stralau. Die Concepta Haus Baugesellschaft zum Beispiel errichtet ein Mehrfamilienhaus mit vier edlen Eigentumswohnungen. Auf Townhouses setzt der Baukonzern NCC, der demnächst in der Bahrfeldtstraße mit der Errichtung von 17 dieser drei- bis viergeschossigen Reihenhäuser beginnen will. Bei einem Quadratmeterpreis von rund 2000 Euro resultiert ein Gesamtpreis von ungefähr 400 000 Euro. „In der Regel kaufen Berliner Familien“, sagt NCC-Regionsleiter Fred Weber. Er hält die Halbinsel Stralau für eine sehr attraktive Wasserlage – auch wenn Kritiker finden, dass sie verkehrsmäßig doch etwas abgeschieden sei und die Infrastruktur noch zu wünschen übrig lasse.

„Wir rechnen damit, dass Stralau und Friedrichshain in den kommenden Jahren weiter an Popularität gewinnen werden“, sagt Weber. Sofern sich ein passendes Grundstück finden ließe, würde er auf der Halbinsel Stralau gern auch Geschosswohnungen errichten – Mieten von 9 bis zu 12 Euro pro Quadratmeter ließen sich dafür nach seinen Worten erzielen.ch

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