STICHWORT REZESSION : Wenn die Wirtschaft schrumpft

Wenn die Wirtschaftsleistung zwei Vierteljahre in Folge schrumpft, steckt ein Land in der Rezession – dies ist die einfachste Definition. Dabei sinkt die Nachfrage, die Läger sind voll, Preise und Zinsen gehen zurück, Investitionen bleiben aus, Fabriken werden stillgelegt, Menschen verlieren ihre Arbeit. Verschärft sich die Krise weiter, sprechen die Ökonomen von einer Depression. Das amerikanische National Bureau of Economic Research (NBER) zieht indes eine Fülle von Indikatoren zurate, bevor es eine Rezession feststellt. Erst wenn Daten zur Industrieproduktion, Beschäftigung, Realeinkommen sowie Einzel- und Großhandel darauf hindeuten, dass die Aktivität der Wirtschaft deutlich zurückgeht, sind für das NBER die Kriterien erfüllt. In den USA gab es zuletzt 2001 eine Rezession, in Deutschland 2004. Die Warnung davor ist aber nur begrenzt hilfreich: Zweifelsfrei feststellen, ob die Wirtschaft geschrumpft ist, kann man erst Monate später – dann wächst sie oft schon wieder. brö

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