Wirtschaft : Strafanzeige gegen Ex-Babcock-Chef Schumag trennt sich ab

NAME

Düsseldorf (dpa). Gegen den ehemaligen Chef des Maschinenbau-Konzerns Babcock Borsig, Klaus Lederer, haben Aktionärsschützer Strafanzeige erstattet. Hintergrund sei der von der Hauptversammlung nicht genehmigte Verkauf der Mehrheit an der Kieler Werft HDW, die unmittelbar zur Insolvenz geführt habe, teilte die Deutsche Schutzvereinigung für Wertbesitz (DSW) am Donnerstag mit. Die Anzeige bei der Duisburger Staatsanwaltschaft stütze sich unter anderem auf die Vorwürfe der Untreue und der vorsätzlichen Insolvenzverschleppung. Die Staatsanwaltschaft selbst hatte bereits Anfang der Woche Vorermittlungen gegen Lederer aufgenommen. Auch sie untersucht wegen des Verdachts der Untreue, Insolvenzverschleppung und einer Bankrotthandlung. Die Prüfung, ob ein offizielles Ermittlungsverfahren aufgenommen werde, ist noch nicht abgeschlossen.

Unterdessen haben weitere Babcock-Gesellschaften Insolvenz angemeldet. Der Aachener Maschinenbauer Schumag hat sich dagegen von Babcock getrennt. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag sei gekündigt worden, teilte Schumag mit. Forderungen an Babcock von 19 Millionen Euro gingen zum größten Teil verloren. Dies gefährde aber nicht die Existenz des Unternehmens.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben