Wirtschaft : Strategische Allianz: Bmp und Durlacher kooperieren

bri

Die Risikokapitalgesellschaft Bmp AG hat am Freitag in Berlin eine strategische Allianz mit dem britischen Venture Capitalist Durlacher Corporation bekannt gegeben. Die Vorstände beider Seiten haben in der vergangenen Nacht einen entsprechenden Vorvertrag unterzeichnet, der noch unter Gremienvorbehalt steht. Die beiden Unternehmen würden aufgrund ähnlicher Geschäftsmodelle gut zusammenpassen, sagte Bmp-Vorstandsmitglied Ralph Günther. Die Allianz mit Durlacher sei für Bmp die Plattform für weitere Partnerschaften. Gemeinsam streben die Unternehmen die europaweite Marktführerschaft im Bereich von Early-Stage-Investitionen in Technologieunternehmen an. Durlacher ist an der Londoner Börse gelistet und hatte zum 31. August dieses Jahres eine Börsenkapitalisierung von rund 400 Millionen Pfund (Bmp: 320 Millionen Euro, Stand 14. September). Erstes gemeinsames Projekt der beiden Venture Capitalists soll ein Joint Venture im Bereich Life Science sein - ein Feld, in dem Durlacher anders als Bmp noch keine Erfahrung hat. Das Gemeinschaftsunternehmen soll seinen Sitz voraussichtlich in London haben und britische Life-Science-Unternehmen in der Frühphase finanzieren. Bmp bringt dabei das Know-How aus der Bmp Life Science AG ein, Durlacher seine Kenntnisse des britischen Marktes. Beide Unternehmen sind an dem Joint Venture zu 50 Prozent beteiligt und werden in den nächsten 18 Monaten jeweils zehn Millionen Euro in das Projekt investieren. Weiterhin ist eine gemeinsame Research-Studie im Zukunftsbereich Nanotechnologie geplant. Nach Auskunft von Günther wollen die Unternehmen herausfinden, "wo wir uns im Bereich Nanotechnologie aufstellen".

Die im Juni bekannt gegebene Kooperation von Bmp mit der Roland Berger Gruppe werde durch die Zusammenarbeit mit Durlacher nicht beeinträchtigt. Die Partnerschaft mit Roland Berger liege im Bereich Consulting, zudem haben die Unternehmensberater zehn Prozent der Bmp-Aktien erworben. Insgesamt will Bmp 30 Prozent seiner Aktien in die Hände strategischer Partner wie Berger geben. "Es laufen weitere Gespräche", sagte Ralph Günther am Freitag, "da zeichnet sich was ab." Genaueres könne man aber noch nicht sagen.

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