Streik bei Germanwings : Fast alle Berlin-Verbindungen sind gestrichen

Am heutigen Donnerstag wollen die Piloten der Germanwings von Mittag bis Mitternacht streiken. Betroffen sind auch viele Flüge von und nach Berlin. Insgesamt fallen in Tegel 16 Starts und 17 Landungen  aus.

Rainer W. During
Germanwings will am heutigen Donnerstag 80 Prozent der insgesamt 500 geplanten Flüge im Streik-Zeitraum von Mittag bis Mitternacht durchführen. Allerdings wurden fast alle Berlin-Verbindungen gestrichen. Insgesamt fallen 16 Starts und 17 Landungen  aus.
Germanwings will am heutigen Donnerstag 80 Prozent der insgesamt 500 geplanten Flüge im Streik-Zeitraum von Mittag bis Mitternacht...Foto: Reuters

Im Tarifstreit mit der Lufthansa bestreiken die in der Vereinigung Cockpit organisierten Piloten heute von zwölf Uhr mittags bis Mitternacht die Flüge von deren Billigflugtochter Germanwings. Während die Fluggesellschaft mitteilte, dass 80 Prozent der insgesamt 500 in diesem Zeitraum geplanten Flüge stattfinden werden, wurden fast alle Berlin-Verbindungen gestrichen. Insgesamt fallen 16 Starts und 17 Landungen  aus.

Betroffen sind überwiegend die Flüge von und nach Köln/Bonn (sechs Starts und sieben Landungen) und Stuttgart (fünf Flugpaare). Auf beiden Routen verkehrt aber alternativ auch Air Berlin. Gestrichen wurden auch je ein Flugpaar nach London-Heathrow, Nürnberg, Paris-Charles de Gaulle, Verona und Wien. Mit Ausnahme des Italien-Fluges gibt es aber auch auf diesen Strecken Flüge anderer Airlines. Lediglich ein Flug nach London soll um 12.55 Uhr planmäßig in Tegel starten. Erwartet werden dagegen nach Beginn des Streiks noch Germanwings-Flüge aus Stuttgart, Klagenfurt, Rom, Barcelona, Palma, London und Moskau.

Dobrindt appelliert an die Konfliktparteien

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte am Mittwoch an die Tarifparteien appelliert zu bedenken, dass bei Streiks im Verkehrswesen immer eine besonders große Zahl von Dritten betroffen ist. Der Vereinigung Cockpit geht es im aktuellen Tarifstreit um die Wahrung von Ansprüchen hinsichtlich Vorruhestandszahlungen auch für jüngere Piloten. Lufthansa-Konzernchef Carsten Spohr erklärte, dass die Streikbereitschaft bei den Besatzungen erkennbar nachlasse. Deshalb würden 400 der 500 in den Streikzeitraum fallenden Flüge stattfinden können.

Buchungen können kostenlos storniert werden

Heimatbasis der Germanwings ist der Flughafen Köln/Bonn. Dort wurden jeweils 23 von 39 Starts und 47 Landungen gestrichen.  Passagiere können sich auf der Website www.germanwings.com darüber informieren, ob ihre Flüge stattfinden oder nicht. Fluggäste, deren Flüge gestrichen wurden, können ihre Buchungen auf der Website oder über das Callcenter kostenlos stornieren oder ändern, teilte Germanwings mit.

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