Streik : Harley Davidson aus der Spur

Ein Streik beim legendären US-Motorradbauer Harley Davidson hat die Räder zum Stillstand gebracht. Die Gewerkschaft lehnt das Tarifangebot der Geschäftsleitung entschieden ab.

Washington - Mehr als 2700 gewerkschaftsgebundene Arbeiter legten am Freitag im wichtigsten Fertigungswerk York in Pennsylvania die Arbeit nieder, um gegen den Tarifvorschlag der Geschäftsführung zu protestieren. Die Gewerkschaft warf dem Management vor, die Arbeiter nicht ausreichend an den beträchtlichen Gewinnen teilhaben zu lassen.

Die Geschäftsführung hat nach eigenen Angaben einen Drei-Jahres-Tarifvertrag mit einer jährlichen Gehaltserhöhung von vier Prozent angeboten; zugleich will sie die Ausgaben für die Krankenversicherung zu Lasten der Beschäftigten kürzen. Die steigenden Kosten für die Gesundheitsversorgung könnten dem Unternehmen auf lange Sicht schaden, argumentieren die Arbeitgeber.

In den 70er und 80er schrammte Harley Davidson mehrfach knapp am Bankrott vorbeit. Inzwischen laufen die Geschäfte mit den schweren Motorrädern dermaßen gut, dass Kunden bis zur Auslieferung lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen. Die Maschinen gelten als eine Ikone des "American Dream".

(tso/AFP)

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