Wirtschaft : Streik in Kia-Werken spitzt sich zu

SEOUL (dpa/Tsp).Tausende Beschäftigte des südkoreanischen Autoherstellers Kia haben am Montag ihren vor einer Woche begonnenen Streik fortgesetzt.Rund 14 000 der insgesamt 18 000 Mitarbeiter in den Werken Sohari und Asan kamen nach Angaben des Konzerns nicht zur Arbeit.Sie fordern die Zahlung ausstehender Löhne und eine Arbeitsplatzgarantie.

Die Konzernleitung hat mit rechtlichen Schritten gegen die Streikenden und der Aussetzung der Lohnzahlungen gedroht.Der Lagerbestand produzierter Autos reiche noch bis Mitte dieser Woche.

Der Kia-Zwangsverwalter Yoo Chong Yul hatte vergangene Woche die Befürchtung geäußert, der Arbeitskonflikt könne Investitionen ausländischer Unternehmen vereiteln.Der US-Autokonzern Ford habe die Absicht, mit einem Konsortium aus Gläubigerbanken 49 bis 51 Prozent der Kia-Anteile zu übernehmen.Ford hält bereits jetzt gemeinsam mit Mazda rund 17 Prozent der Kia-Anteile.Noch in dieser Woche will Yoo mit dem Vizepräsidenten von Ford, Wayne Booker, in Tokio über Kia weiterverhandeln.Kia, nach Hyundai und Daewoo der drittgrößte koreanische Autohersteller, war im Juli vergangenen Jahres für zahlungsunfähig erklärt worden.

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