Streik mitten im Ostergeschäft : Mitarbeiter legen fünf Amazon-Standorte lahm

Der Tarifkonflikt bei Amazon nimmt kein Ende. Seit 2013 gehen die Mitarbeiter immer wieder in den Ausstand. Auch am Montag legten sie an insgesamt fünf Standorten in Deutschland die Arbeit nieder - mitten im Ostergeschäft.

Im Ausstand: Amazon wird bestreikt.
Im Ausstand: Amazon wird bestreikt.Foto: dpa / Peter Endig

Im Tarifkonflikt mit dem Online-Versandhändler Amazon hat die Gewerkschaft Verdi im Ostergeschäft den Druck erhöht. An fünf Standorten traten Beschäftigte den Angaben zufolge am Montag in den Ausstand. Am größten Standort in Bad Hersfeld hätten etwa 300 bis 400 Mitarbeiter der Frühschicht die Arbeit niedergelegt, sagte Mechthild Middeke von Verdi Hessen am Montagmorgen. Der Streik läuft seit dem Beginn der Nachtschicht um 0:00 Uhr.

Auch in Leipzig, Koblenz sowie Rheinberg und Werne (beide NRW) gab es Streiks. Das Unternehmen sichert seinen Kunden eine pünktliche Zustellung bis Ostern zu, wenn bis Dienstagabend bestellt wird. Seit 2013 kommt es immer wieder zu Streiks bei Amazon. Bisher gebe es keine Probleme, die Gewerkschaftsmitglieder zum Ausstand zu mobilisieren, sagte Middeke weiter. „Bisher sind wir mit jeder Streikwelle stärker geworden“.

Verdi will Amazon zur Aufnahme von Tarifverhandlungen bewegen - zu den besseren Bedingungen des Einzel- und Versandhandels. Das Unternehmen lehnt das ab und verweist darauf, dass sich die Bezahlung der Mitarbeiter am oberen Bereich der Logistikbranche orientiere. In Bad Hersfeld wurde zuletzt Mitte März gestreikt. (dpa)

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