Streik : Piloten wollen Flugverkehr lahmlegen

Wer am Montag mit Cityline oder Eurowings fliegen will, muss sich wohl nach einer Alternative umschauen. Die Piloten der beiden Lufthansa-Töchter steigen nicht ins Cockpit. Sie wollen mehr Geld.

Neu-IsenburgBei den Lufthansa-Töchtern Cityline und Eurowings soll am Montag gestreikt werden. Dies kündigte die Vereinigung Cockpit an. Zwischen 0 und 24 Uhr sind Arbeitsniederlegungen an den Standorten Nürnberg, Düsseldorf, Hannover, Münster/Osnabrück, Frankfurt/Main, Bremen, Dresden, Leipzig/Halle, Stuttgart, Berlin-Tegel, Hamburg, München, Köln, Paderborn und Friedrichshafen geplant. Man bedauere "außerordentlich, dass eine Beeinträchtigung der Passagiere unumgänglich sein wird", hieß es.

Hintergrund der Streiks sind die gescheiterten Tarifverhandlungen. Cockpit teilte mit, in den jeweils schon seit mehreren Monaten dauernden Tarifverhandlungen hätten die Arbeitgeber "keine verhandlungsfähigen Angebote" vorgelegt. Die Vereinigung verlangt für die Piloten der Gesellschaften mehr Geld, hat aber bisher keine konkrete prozentuale Forderung erhoben.

Bereits im Mai und Juni hatten die Piloten vorübergehend ihre Arbeit niedergelegt. Bei einer Urabstimmung am vergangenen Dienstag hatten jeweils 99 Prozent des Cockpitpersonals für einen unbefristeten Ausstand votiert. Die Vereinigung Cockpit ist der Berufsverband des Cockpitpersonals in Deutschland. Er vertritt die berufs- und tarifpolitischen Interessen der Piloten sämtlicher deutscher Airlines und hat derzeit rund 8200 Mitglieder. (sf/AFP/dpa)

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