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Streit bei der Bahn : Lokführer lehnen Kooperationsangebot ab

Die Lokführergewerkschaft GDL lehnt das Kooperationsangebot der Bahn ab. Sie will nicht mit der EVG zusammenarbeiten. Die Bahn reagiert empört.

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Ob und wann die Lokführer streiken, ist noch offen.
Ob und wann die Lokführer streiken, ist noch offen.Foto: dpa

Die Lokführergewerkschaft GDL lehnt auch das neue Kooperationsangebot der Bahn zur Zusammenarbeit der GDL mit der Eisenbahngewerkschaft EVG ab. "Das ist inhaltlich nichts Neues", sagte GDL-Chef Claus Weselsky dem Tagesspiegel. "Die GDL soll klein beigeben, das wird aber nicht geschehen", kündigte der Gewerkschafter an. "Die Bahn will eine Tarifeinheit durchsetzen, die bekommt sie aber nicht", sagte Weselsky zu dem neuen Vorstoß des Unternehmens, die Zuständigkeiten von GDL und EVG in der Tarifpolitik bei der Bahn festzulegen.

Die Bahn hat auf die Kritik der GDL empört reagiert. "Die Total-Verweigerung der GDL ist entlarvend: Die GDL-Spitze stellt Machtinteressen über die Interessen der Arbeitnehmer", sagte eine Bahn-Sprecherin dem Tagesspiegel. "Ob unser Einstiegsangebot über 1,9 Prozent mehr Lohn oder ein neuer Versuch der Zusammenarbeit -  Neinsagen ist die GDL-Devise."  Die Bahn forderte die GDL am Sonntag auf, an den Verhandlungstisch zurück zu kehren. "Unser Angebot steht, zu jeder Zeit weiter zu verhandeln", sagte die Sprecherin.

Die GDL lehnt das derweil auch das Gehaltsangebot der Bahn ab. Dieses Angebot zeige die mangelnde Wertschätzung der Arbeit der Lokführer, sagte Weselsky. Ob und wann die GDL streiken wird, ließ er offen.

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