Wirtschaft : Streit um Bau des Großflughafens geht in die nächste Runde IVG zieht vor das

BERLIN (du-).Der Rechtsstreit um den Bau des neuen Großflughafens Berlin Brandenburg International (BBI) geht weiter.Die Industrie-Verwaltungs-Gesellschaft (IVG) wertet die Ablehnung ihrer Beschwerde durch den Potsdamer Vergabeüberwachungsausschuß nur als Zwischenschritt und will vor dem Oberlandesgericht dagegen klagen."Wir sind immer von einem zweistufigen Verfahren ausgegangen" sagte der Geschäftsführer der IVG Immobilien GmbH, Klaus Köllen, am Freitag dem Tagesspiegel.

Wie berichtet, hat die IVG gegen die Vergabe der Privatisierung der Flughafen-Holding und den Bau des BBI an das konkurrierende, von der Hochtief AG geführte Konsortium "Flughafenpartner für Berlin" protestiert.Der am 31.März abgeschlossene Vertrag gilt deshalb nur unter Vorbehalt.Die IVG macht geltend, daß die technischen Mindestanforderungen der Auschreibung nicht erfüllt wurden.

In ein bis zwei Wochen rechnet man mit dem Vorliegen der schriftlichen Begründung für die Zurückweisung der Beschwerde."Keine Veranlassung" sieht Köllen, mit den Alt-Gesellschaftern der Holding - Bund , Berlin und Brandenburg - oder dem Hochtief-Konsortium über Bedingungen für einen Klageverzicht zu verhandeln.

Die umstrittene Flughafengebühr zur Mitfinanzierung des BBI war eine Vorgabe der Ausschreibung, sagte der IVG-Geschäftsführer.Ein Verzicht würde sich insbesondere auf den Kaufpreis für die Holding niederschlagen.Wie berichtet, haben sich die "Flughafenpartner für Berlin" - neben Hochtief die ABB Energy Ventures, die Frankfurter Flughafen AG und die Bankgesellschaft Berlin - verpflichtet, die BBF für 653 Mill.DM zu erwerben.

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