Wirtschaft : Streit um Expo-Pavillon offenbar beigelegt

Länder und Weltausstellung einig HANNOVER (dpa).Die Beauftragten der Bundesländer für die Weltausstellung Expo 2000 in Hannover haben sich nach dpa-Informationen über die Präsentation im Deutschen Pavillon weitgehend geeinigt.Offiziell wurde bei dem Treffen am Mittwoch abend allerdings Stillschweigen vereinbart, hieß es am Donnerstag in den Landeshauptstädten.Die Zustimmung der Ministerpräsidenten und Bürgermeister zu den Ergebnissen des Treffens steht noch aus.Im Oktober des vergangenen Jahres hatten mehrere Länder den Stand der Vorbereitungen kritisiert und angemerkt, sich bei der Expo 2000 nicht angemessen präsentieren zu können. Der Deutsche Pavillon steht unter dem Motto "Zehn Jahre deutsche Einheit" und soll insgesamt 280 Mill.DM kosten.Davon übernehmen die Bundesländer 76 Mill.DM, der Bund will insgesamt 154 Mill.DM beisteuern.Die Industrie hat ebenfalls versprochen, ihren Beitrag zum Gelingen der Mammutschau zu leisten.Sie will mindestens 50 Mill.DM für den deutschen Pavillon sammeln.Die künstlerische Gesamtleitung des Pavillon-Konzeptes hat Bayerns Opernintendant August Everding in Zusammenarbeit mit den beiden Hollywood-erfahrenen Dramaturgen Gerard Howland und Richard Ford übernommen.Neben einem Rundkino, Ausstellungsflächen für die Länder und einem Veranstaltungsbereich soll es auch Länderwochen geben.Das zweigeschossige Pavillon-Gebäude des Stuttgarter Architekten Florian Nagler soll eine Fläche von insgesamt 16 000 Quadratmetern haben.Das Gebäude muß schlüsselfertig im Dezember 1999 übergeben werden.In einem halben Jahr wird in Hannover mit den Bauarbeiten begonnen.In der Vergangenheit hatte es hinter den Kulissen ein kräftiges Tauziehen um die Errichtung der Expo-Bauten gegeben, an der mehrere Baukonzerne interessiert sind.Entscheidend bleibt die Frage nach der Nutzung nach dem Ende der Expo.

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