Wirtschaft : Streit um Finanzen der Pflegekassen Abrechnungsfehler bei Hilfsmitteln

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(dpa). Mehrere Krankenkassen sollen sich nach einem „Spiegel“Bericht jahrelang illegal aus der gesetzlichen Pflegeversicherung bedient haben. Der Pflegekasse sei so ein Schaden von 400 Millionen Euro entstanden, schreibt das Magazin in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf Informationen des Bundesversicherungsamts (BVA). Das Bundesgesundheitsministerium wies den Bericht zurück. Vor allem Rechnungen für Spezialbetten, Rollstühle oder Badewannen-Lifte seien in vielen Fällen der Pflegeversicherung aufgebürdet worden, obwohl sie eigentlich von den Krankenkassen hätten bezahlt werden müssen, so das Magazin.

Das BVA wolle die verantwortlichen Versicherer, darunter Allgemeine Ortskrankenkassen, zwingen, das Geld zurückzuzahlen. „Im Interesse einer Gleichbehandlung aller Krankenkassen werden wir auf eine vollständige Rückführung der Fehlbuchungen bestehen“, heißt es laut „Spiegel“ in einem Schreiben an die Versicherungen. Im Ministerium hieß es dagegen. „Die Krankenkassen bereichern sich nicht illegal bei den Pflegekassen. Die Fehlbuchungen waren offenbar entstanden, weil es Unklarheiten bei einigen Krankenkassen gab, wer bestimmte Leistungen, wie z.B. Rollstühle, bezahlt.“ Der Vorgang sei im übrigen alt.

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