Wirtschaft : Streit um Wohnungen der Gagfah in Dresden

Frankfurt am Main - Im Streit um die Privatisierung von Dresdner Wohnungen rechnet Oberbürgermeister Dirk Hilbert mit einer Stadtratsmehrheit für eine Klage gegen den Immobilienkonzern Gagfah. „Ich gehe davon aus, dass die Fraktionen diese Entscheidung mittragen“, sagte der FDP-Politiker am Sonntag. Der größten börsennotierten Wohnungsgesellschaft in Deutschland droht damit eine Vertragsstrafe, die sich auf mehr als 900 Millionen Euro belaufen könnte. Hilbert wollte sich nicht zur Höhe der Forderung äußern, die die Stadtverwaltung in ihrer Beschlussvorlage dem Rat empfohlen hat. Der Immobilienkonzern soll gegen die Sozialcharta verstoßen haben, die Unternehmen und Stadt bei der Privatisierung von mehr als 45 000 Wohnungen zum Schutz der Mieter vereinbart hatten. Gagfah hatte die städtische Wohnungsgesellschaft Woba im Jahr 2006 für rund 1,7 Milliarden Euro übernommen.Die Gagfah-Aktie war am Freitag um 9,7 Prozent abgestürzt. rtr

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