Wirtschaft : Streitpunkt Grundrente

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Wer nicht in die Rentenkasse einzahlt, bekommt auch nichts heraus. Auch dieser einfache Grundsatz der leistungsbezogenen Rente ist in der veralteten Industriegesellschaft nicht mehr aufrecht zu erhalten. Denn die Zeiten der Vollbeschäftigung sind vorbei, die Arbeitslosigkeit ist anhaltend hoch und in nächster Zukunft werden mehr Menschen eine so genannte gebrochene Erwerbsbiografie vorweisen: Zeiten der bezahlten Beschäftigung werden sich mit Arbeitslosigkeit und unterbezahlten Jobs abwechseln.

Daher ist zu befürchten, dass mehr zukünftige Rentner zu wenig Geld aus den Rentenkassen beziehen. Um einer Verarmung der kommenden Altengeneration vorzubeugen, will die rotgrüne Bundesregierung eine aus Steuern finanzierte und am Bedarf orientierte Grundrente für Menschen ab 55 Jahren einführen. Auch Behinderte und andere aus medizinischen Gründen Arbeitsunfähige über 18 Jahre sollen diese Rente beziehen. Die Union und die Rentenversicherungsträger nennen dies eine "Sozialhilfe de luxe" und sind dagegen. Die Koalition will damit die Altersrmut senken, die jedoch aus Sicht der Union gar nicht mehr relevant ist. Außerdem soll die Grundrente nicht mehr vom Sozialamt, sondern von einem neuen Amt ausgezahlt werden.

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