Wirtschaft : Strenge Regeln für Schnäppchenjäger

Kundenrechte im Schlußverkauf

KÖLN (AFP).Für die Schnäppchenjagd im Schlußverkauf setzt der Gesetzgeber strenge Regeln.Nach Paragraph 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb darf der Einzelhandel zwölf Werktage lang Textilien, Bekleidungsgegenstände, Schuhe, Lederwaren und Sportartikel zu Sonderpreisen verkaufen.Sonderrechte für Umtausch und Rückgabe oder Preisnachlaß bei Mängeln gibt es allerdings nicht; es gelten weiterhin die ansonsten üblichen Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches.Dort heißt es in Paragraph 462: "Wegen eines Mangels, den der Verkäufer zu vertreten hat, kann der Käufer die Rückgängigmachung des Kaufes (Wandelung) oder Herabsetzung des Kaufpreises (Minderung) verlangen".Viele Kaufhäuser weisen zwar immer noch darauf hin, daß Schlußverkaufsware "vom Umtausch ausgeschlossen" ist.Von besonderer rechtlicher Bedeutung ist das aber nicht, denn fehlerfreie Ware müssen die Händler prinzipiell nicht zurücknehmen.Tun sie das übers Jahr aber doch, dann geschieht das nur freiwillig und aus Kulanz.Hat die regulär oder im Schlußverkauf gekaufte Ware dagegen einen Fehler, kann der Kunde binnen sechs Monaten reklamieren.Bei offensichtlichen Fehlern muß er das sofort tun.In beiden Fällen kann der Kunde verlangen, daß die schadhafte Ware gegen eine fehlerfreie umgetauscht wird.Der Kunde kann den Kaufvertrag aber auch rückgängig machen oder sich mit dem Händler auf einen Preisnachlaß für die fehlerhafte Ware einigen.Die allgemeinen Geschäftsbedingungen sehen aber auch Reparaturen vor.

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