Wirtschaft : Strom für die Industrie billiger

Preise für Private stagnieren / Verbrauch steigt um 1,9 Prozent

FRANKFURT(MAIN) (ro).Die rund 780 deutschen Stromversorgungsunternehmen haben beim Umsatz 1996 leicht auf 126 Mrd.DM zugelegt.Vor allem durch steigenden Bedarf bei Privathaushalten und Gewerbekunden sei der Stromverbrauch 1996 um rund 1,9 Prozent auf 466 Mrd.Kilowattstunden gestiegen, teilte die Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke (VDEW) am Freitag mit.Angesichts einer zunehmenden Strom-Eigenerzeugung durch Großunternehmen, der in Europa bestehenden Überkapazitäten und des immer freieren Wettbewerbs auf den Strommärkten rechnet VDEW-Präsident Heinz Klinger mit weiter sinkenden Strompreisen.Allerdings gelte dies in erster Linie für industrielle Großkunden.Gewerbetreibende und private Haushalte müssen mit eher stagnierenden Preisen leben.Die Stromversorger investierten 1996 rund 14 Mrd.DM.Die Zahl der Beschäftigten sank um fünf Prozent auf 178 000.Wichtigster Energieträger blieb mit einem Anteil von 34 Prozent die Kernkraft, Stein- und Braunkohle machten zusammen 54 Prozent aus.Mit Blick auf die bevorstehende Liberalisierung des europäischen Strommarktes und angesichts vom Milliardeninvestitionen forderte die VDEW eine Verlängerung der Abschreibungsfristen und in Ostdeutschland ein begrenztes Durchleitungsverbot für ausländischen Billigstrom.

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