STROM STATT TANK : Neue Wagen mit Lithium-Ionen-Batterie

Auf Tempo 100 kommt der Tesla-Roadster in nur 3,9 Sekunden. Seine Erbauer waren nicht so zügig: Immer wieder verschob Tesla Motors den Start der Serienproduktion wegen technischer Schwierigkeiten. Im März dieses Jahres lief sie endlich an. Wer einen Tesla haben will, muss sich trotzdem gedulden – die Lieferzeit in Amerika beträgt etwa ein Jahr. 2009 will Tesla auch 250 Autos in Europa verkaufen. Die ersten Fahrzeuge sollen laut Hersteller im Frühling 2009 auf dem alten Kontinent eintreffen. Preis: 99 000 Euro plus Mehrwertsteuer. Die Käufer bekommen dann ein Auto, das mit einer vollen Batterieladung etwa 350 Kilometer weit fahren kann. Auch wenn die Beschleunigung recht schnell ist – Tempo 200 kann der Tesla nicht überschreiten. Konkurrenz bekommt der Tesla voraussichtlich 2010. Dann will General Motors nämlich den Chevrolet Volt auf den Markt bringen. Der Volt ist allerdings kein reines Elektro-Auto. Er hat neben einer Steckdose nämlich auch einen Tankdeckel. Zwar treibt allein ein Elektromotor den Wagen an, der Volt hat allerdings auch einen Benzingenerator an Bord – der dann wiederum den Strom für den Elektromotor liefert. Läuft der Generator nicht, schaffen die Akkus des Volt etwa 60 Kilometer. Wirft der Fahrer zusätzlich noch den Generatoren an, verlängert sich die Reichweite um ein Vielfaches. In diesem Mix-Betrieb schluckt der Volt dann nur 1,6 Liter auf hundert Kilometer. Ab 2011 soll das Auto unter Opel-Label auch in Europa zu haben sein. Der Volt bringt eine Leistung von 150 PS und soll in der Spitze Tempo 160 erreichen. 100 Stundenkilometer erreicht er in neun Sekunden. Beim Preis hält sich GM noch bedeckt. Vermutlich wird das Auto aber in Europa um die 40 000 Euro kosten. Auch Daimler will 2010 oder 2011 ein Auto auf den Markt bringen, das ausschließlich mit Strom fahren kann. Mitte 2009 soll aber schon die Luxuslimousine S-Klasse mit Hybrid-Antrieb erscheinen. Das an sich wäre nichts Besonderes, gibt es doch schon viele Autos mit dieser Antriebsform. Der S 400 Blue Hybrid soll allerdings das erste Hybrid-Auto sein, in dem eine Ionen-Lithium-Batterie steckt. So will man Platz sparen. Die CO2-Emissionen des S 400 sind laut Daimler vergleichbar mit denen eines Kleinwagens. Die Leistung nicht: Knapp 300 PS soll der neue Daimler unter der Motorhaube haben. Das Auto verbraucht im Durchschnitt 7,9 Liter Benzin je 100 Kilometer. Später soll auch ein Diesel-Hybrid folgen. Der Preis für den Blue Hybrid soll ein paar tausend Euro über der Standardversion S 350 liegen, die für rund 74 000 Euro zu haben ist. Bis 2015 soll jeder fünfte neue Daimler mit einem Hybrid-Antrieb ausgestattet sein.fsp

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