Wirtschaft : Strombörse EEX: In den Startlöchern: Frankfurt handelt ab 8. August

In Frankfurt beginnt am 8. August der Börsenhandel mit Strom. Damit wird neben Leipzig die zweite Strombörse eröffnet. In Sachsen lag der Starttermin allerdings schon Mitte Juni. Die Frankfurter "European Energy Exchange" (EEX) begründete am Freitag den späteren Börsenstart mit umfangreichen Vorbereitungen und Testläufen. "Mit dem Starttermin 8. August stellen wir sicher, dass unsere Teilnehmer ihre Vorbereitungen ordnungsgemäß abgeschlossen haben", sagte der EEX-Vorstand. Damit spielten sie auf das Debakel bei der Leipziger Eröffnung an. Dieses war abgestürzt, unmittelbar nachdem das von der norwegischen Nord Pool übernommene Handelssystem geschaltet worden war. Der mit Spannung erwartete erste Handelstag fiel aus.

In Frankfurt wird zunächst mit dem so genannten Spotmarkt begonnen, auf dem Strom für den jeweils nächsten Tag gehandelt wird. Nach bisheriger Planung soll noch in diesem Jahr zusätzlich ein Terminmarkt eröffnet werden. Dort kann - vor allem zum Zwecke der verlässlichen Planung - das Recht erworben werden, Strom zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

Neben der EEX und der LPX will auch die Warenterminbörse in Hannover in den Stromhandel einsteigen. Experten bezweifeln, dass sich in Deutschland auf Dauer mehrere Handelsplätze behaupten können.

Zum Vorsitzenden des EEX-Börsenrats wurde unterdessen Heinz-Dieter Waffel von der PreussenElektra gewählt, wie die Betreibergesellschaft weiter mitteilte. Waffels Stellvertreter ist Eduard Thalmann von Alusuisse-Lonza Energie.

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