Wirtschaft : Stromfirmen müssen Kalkulation offen legen

Im Vorgehen gegen zu hohe Preise von Stromnetzbetreibern haben die Kartellbehörden richterliche Unterstützung erhalten. Das Oberlandesgericht Düsseldorf (OLG) bestätigte in einer vorläufigen Entscheidung, dass der RWE-Regionalversorger envia Energie Sachsen Brandenburg AG verpflichtet ist, Unterlagen zur Preiskalkulation für die Netznutzung vorzulegen. Damit sei ein gravierendes Hindernis bei der Ermittlung überhöhter Preise für Konkurrenten beseitigt worden, sagte Bundeskartellamtspräsident Ulf Böge am Donnerstag. Das Kartellamt hatte im Januar gegen 10 Unternehmen - darunter auch envia - Missbrauchsverfahren wegen überhöhter Preise eingeleitet. Die Unternehmen sollen ihre Gebühren für die Durchleitung von Konkurrenzstrom ungerechtfertigt erhöht haben. Bei den Ermittlungen waren die Netzbetreiber aufgefordert worden, dem Kartellamt Auskünfte über die Kostenkalkulation zu erteilen.

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