Wirtschaft : Stromnetzbetreiber verlangen zu viel Überhöhte Durchleitungsgebühr

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Essen (dpa). Mehr als jeder vierte Hochspannungsnetzbetreiber (28 Prozent) verlangt nach einer am Dienstag vorgelegten Statistik zu hohe Entgelte für die Stromdurchleitung. Dies sei das Ergebnis eines Vergleichs der deutschen Stromnetzbetreiber, der nun nach den Kriterien der neuen Verbändevereinbarung „Strom II plus“ erstmals vorgelegt worden sei, berichtete der Verband der Industriellen Energieund Kraftwirtschaft (VIK) in Essen.

Die Durchleitungsgebühr müssen Stromerzeuger bezahlen, wenn sie Kunden in Gebieten beliefern wollen, in denen sie kein eigenes Leitungsnetz haben. Die Verbändevereinbarung war im Dezember vergangenen Jahres abgeschlossenen worden. Der Preisvergleich soll künftig alle sechs Monate vorgelegt werden. Teure Stromnetzbetreiber seien nun verpflichtet, die Angemessenheit ihrer Preise gegenüber einer Schiedsstelle nachzuweisen. Der Essener Verband rechne bei den betroffenen Netzbetreibern mit einem „Schub hin zu sinkenden Preisen“. Davon seien neben großen Anbietern auch eine Reihe von Stadtwerken betroffen.

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