Strompreiserhöhung : Ökostrom-Umlage steigt auf Rekordwert

Der Umstieg von Kohle, Gas und Atomkraft auf die Erneuerbaren Energien kostet viel Geld. Die Verbraucher müssen für die garantierten Förderbeträge zahlen - immer mehr.

Da kann einem schon mal schwindelig werden: In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Stromkosten für Verbraucher fast verdoppelt.
Da kann einem schon mal schwindelig werden: In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Stromkosten für Verbraucher fast...Foto: dpa

Die Verbraucher in Deutschland müssen sich auf spürbare Strompreiserhöhungen einstellen. Die über den Strompreis zu zahlende Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien wird für 2014 auf den Rekordwert von 6,240 Cent je Kilowattstunde festgesetzt, teilte der für die Verwaltung der Förderzahlungen mitzuständige Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW am Dienstag mit.

Das Unternehmen aus Baden-Württemberg war in diesem Jahr federführend für die Berechnung der neuen Umlage verantwortlich. Derzeit liegt sie bei 5,277 Cent. Kurz vor der Veröffentlichung war die Zahl noch einmal verändert worden, ursprünglich war von 6,3 Cent je kWh für das kommende Jahr ausgegangen worden.

Ein durchschnittlicher Haushalt muss damit etwa 35 Euro mehr im Jahr für die Umlage bezahlen. Hinzu kommt noch die mitsteigende Mehrwertsteuer, sowie höhere Netzentgelte, so dass über 60 Euro mehr werden können, bei Großfamilien (6000 kWh/Jahr) können es über 100 Euro mehr im Jahr werden.

Stromfresser im Haushalt
In der Küche sind Kühlschrank und Herd die schwierigsten Kandidaten. Gerade beim Herd kann viel Energie verloren gehen. Grundsätzlich sind Induktionsfelder besser als Ceran-Felder: Ein Topf mit fünf Liter Wasser braucht auf einem Ceranfeld doppelt so lange, bis er erhitzt ist, und benötigt ein Drittel mehr Strom. Der Tipp: Immer den passenden Topf auf's passende Feld stellen. So geht keine Energie verloren. Ebenso: Deckel drauf!Alle Bilder anzeigen
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08.04.2014 11:47In der Küche sind Kühlschrank und Herd die schwierigsten Kandidaten. Gerade beim Herd kann viel Energie verloren gehen....

Betreiber von Solaranlagen, Windrädern und Biogasanlagen erhalten auf 20 Jahre garantiert eine feste Vergütung. Über die Umlage wird die Differenz zwischen dem am Markt für den Strom erzielten Preis und dem Vergütungssatz gewährt. Da die Preise an der Strombörse gefallen sind, wachsen diese Differenzkosten - mit der neuen Umlage muss auch ein Minusbetrag von 2,2 Milliarden Euro auf dem Vergütungskonto im laufenden Jahr ausgeglichen werden. (dpa)

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