Wirtschaft : Stromversorger Ares vorerst gerettet

Konkurrent Riva gibt Finanzspritze

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Berlin (dpa). Der angeschlagene Berliner Stromversorger Ares EnergieDirekt mit bundesweit rund 220 000 Kunden kann vorerst weiterarbeiten. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, steigt der Konkurrent Riva Energie aus Essen mit einer Finanzbeteiligung ein. Damit sei die Versorgung der Kunden gesichert. Allerdings sollen von derzeit noch 135 Arbeitsplätzen bei der Ares Energie-Direkt GmbH mindestens 35 Stellen abgebaut werden.

Ares – nach eigenen Angaben Nummer zwei der neuen Anbieter am deutschen Strommarkt – hatte vor einer Woche wegen Überschuldung Insolvenz anmelden müssen. Das Unternehmen ist eine Tochter des US-Stromriesen Texas Utilities (TXU), der selbst in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Seit dem Insolvenzantrag lief die Suche nach potenziellen Investoren auf Hochtouren. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 64,4 Millionen Euro. Mit Riva steigt nun ein bisher viel kleinerer Konkurrent mit nur 50 000 eigenen Kunden ein. Die Essener werden dabei vom britischen Finanzinvestor Cap Vest unterstützt. Zur Höhe der Beteiligung machten die Unternehmen keine Angaben. Beide Firmen sollten „zunächst parallel laufen“, sagte Riva-Finanzchef Michael Klein. Innerhalb des nächsten Jahres könnte es aber zu einer Fusion kommen. Seit der Öffnung des deutschen Strommarkts 1998 waren neben den etablierten Konzernen zahlreiche neue Anbieter entstanden. Mittlerweile haben sich aber viele schon wieder verabschiedet.

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