Studie : Hat der Irak doppelt so viel Öl wie vermutet?

Unter dem Land könnten außer den bekannten 116 Milliarden weitere etwa 100 Milliarden Barrel Öl lagern. Damit hätte der Irak die zweitgrößten Erdölvorkommen nach Saudi-Arabien.

London - Experten der amerikanischen Energie-Consultingfirma IHS gehen nach umfangreichen Untersuchungen davon aus, dass in den westlichen Wüstengebieten des Landes rund 100 Milliarden Barrel (je 159 Liter) Öl lagern. Die Studie beruht auf Daten, die vor dem Beginn der US-geführten Invasion im Mai 2003 sowie in den Jahren danach erhoben wurden. Dazu gehörten auch geologische Untersuchungen. Die ungeheuren Reichtümer lassen sich jedoch bei der aktuellen Sicherheitslage noch nicht bergen.

Der Irak könnte in den kommenden fünf Jahren seine Förderkapazität von momentan vier Millionen Barrel pro Tag verdoppeln. Die Vorkommen übersteigen die des derzeitig zweitplatzierten Iran bei weitem. Das unterstreiche die Attraktivität des Iraks für internationale Öl-Unternehmen. Allerdings müsse zunächst der Konflikt im Land überwunden werden. IHS-Experte Robert Mobed ist sehr zuversichtlich, "die unter der Oberfläche liegenden Möglichkeiten sind einzigartig. Geologisch gesehen liegt es direkt vor einem, das ist eine goldene Gelegenheit." (tso/dpa/AFP)

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