Studie in den Niederlanden : Digitale Stromzähler messen völlig falsche Werte

Digitale Stromzähler funktionieren offenbar nicht wie gewünscht: Sie zeigen zu hohe Werte an. Die Geräte würden von stromsparenden Geräten irritiert.

Alte Stromzähler sollten weg, digitale Zähler her. Die "Smart Meter" aber könnten völlig falsch messen.
Alte Stromzähler sollten weg, digitale Zähler her. Die "Smart Meter" aber könnten völlig falsch messen.Foto: Julian Stratenschulte/picture alliance / dpa

Viele der bereits millionenfach in Deutschland eingesetzten digitalen Stromzähler dürften einem "Spiegel"-Bericht zufolge viel zu hohe Verbrauchswerte messen. Eine von einem Experten der Universität im niederländischen Twente erstellte Studie habe neun handelsübliche und auch in Deutschland installierte Modelle getestet, berichtete das Magazin am Freitag vorab aus seiner neuen Ausgabe. Mehr als die Hälfte habe falsch gemessen.

Teils veranschlagten die Geräte demnach fast das siebenfache des eigentlichen Stromverbrauchs. Dem Wissenschaftler zufolge ist dies auf den Einbau von stromsparenden Haushaltsgeräten zurückzuführen. Sie entnähmen Strom nicht mehr nach einer bislang üblichen Wellenbewegung, sondern folgten einem "abrupteren Muster". Darauf seien die beanstandeten Zähler nicht eingestellt und lieferten daher fehlerhafte Werte.

Nach Angaben des "Spiegel" sind in Deutschland bereits rund sechs Millionen digitale Stromzähler verbaut. Die Bundesnetzagentur als zuständige Aufsichtsbehörde teilte dem Magazin nach dessen Angaben mit, sie werde die Studie prüfen und gegebenenfalls darauf reagieren.

(AFP)

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