Studie : Jeder Dritte ist mit dem Job unzufrieden

Laut einer Studie des DGB wollen nur die Hälfte aller Deutschen bis ins Rentenalter in ihrem derzeitigen Job arbeiten. Generell ist die Unzufriedenheit mit dem Arbeitsplatz im Osten größer als im Westen.

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BerlinBerlin - Jeder dritte Deutsche ist mit seiner Arbeit unzufrieden. 33 Prozent der Bundesbürger bewerten ihren Arbeitsplatz als schlecht, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten jährlichen Index des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zur Arbeitszufriedenheit hervorgeht. Im Osten ist die Unzufriedenheit dabei deutlich größer als im Westen. Während im Osten 40 Prozent der Beschäftigten ihre Arbeit als „schlecht“ bewerteten, sind es im Westen „nur“ 31 Prozent. Für die repräsentative Studie hatte der DGB knapp 8000 Beschäftigte quer durch alle Branchen, Regionen und Einkommen befragt.

Danach kann sich insgesamt nur jeder zweite der Befragten vorstellen, seinen Job unter den derzeitigen Bedingungen bis zum Rentenalter auszuüben. Bei Beschäftigten in prekären Beschäftigungsverhältnissen – laut DGB betrifft das Einkommen von weniger als 2000 Euro brutto im Monat – kann sich das nur ein Drittel vorstellen.

Als Hauptgründe für ihre Unzufriedenheit nennen viele Arbeitnehmer den hohen Zeitdruck. Der Studie zufolge arbeiten die meisten Deutschen länger als tariflich vereinbart. Bei einer Wochenarbeitszeit von 39 Stunden verbringen die Deutschen im Schnitt 44 Stunden im Job. Besonders negativ bewerteten die Arbeitnehmer auch die Höhe ihres Einkommens und fehlende Aufstiegsmöglichkeiten. „Die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise sind längst in den Betrieben angekommen“, sagte DGB-Chef Michael Sommer. Als recht gut bewerten Arbeitnehmer die Kollegialität am Arbeitsplatz und den Sinngehalt ihrer Arbeit. (pet)

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