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Suchmaschine als Problem : Kartellamt: EU-Kommission soll Marktmacht von Google prüfen

Der Chef des Bundeskartellamts fordert die EU-Wettbewerbsbehörden auf, sich mit Google zu befassen, - und kritisiert die Kanzlerin für ihren Vorstoß zur Erleichterung von Pressefusionen.

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Die Suchmaschine Google vereint viel Marktmacht auf sich.
Die Suchmaschine Google vereint viel Marktmacht auf sich.Foto: dpa

„Google kann ein Problem sein“, sagte Bundeskartellamts-Präsident Andreas Mundt im Interview mit dem Tagesspiegel. „Google hat hierzulande 90 Prozent Marktanteil im Suchmaschinenbereich. Das sind Entwicklungen, mit denen sich die Behörden befassen müssen. Bei der Europäischen Kommission ist dieses Problem aber besser aufgehoben als auf nationaler Ebene.“

Kritisch äußerte sich Mundt in dem Tagesspiegel-Interview zur Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Pressefusionen zu erleichtern. „Wir sehen keinen Handlungsbedarf. Wir haben unsere Praxis angepasst und berücksichtigen den Wettbewerbsdruck durch die digitalen Medien.“ Die Nutzer holten sich ihre Informationen zwar zunehmend aus dem Internet, aber die Printmedien seien über ihre Inhalte eingebunden. „Die Printmedien müssen Modelle finden, wie sie dennoch damit Geld verdienen.“

Das vollständige Interview mit Andreas Mundt erscheint in unserer iPad- und iPhone-App, in der es mit der aktuellen Tagesspiegel-Ausgabe abrufbar ist, sowie in der gedruckten Montagausgabe des Tagesspiegel.

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