Suchmaschinen-Ranking : BMW gibt sich nach Google-Rauswurf gelassen

Für die Verwendung von so genannten Doorway-Pages ist BMW von Google abgestraft worden. Der Autobauer reagierte überrascht auf den Vorwurf der Manipulation - und ist sich sicher, bald wieder bei Google aufzutauchen.

München - Ein gutes Google-Ranking ist das A und O für eine Internet-Seite. Denn Websites, die in der Trefferliste der Internet-Suchmaschine weit oben stehen, werden weitaus häufiger angesteuert als solche, die auf den unteren Plätzen rangieren. Es gibt zahlreiche Methoden, das Google-Ranking zu verbessern - viele davon basieren auf Gerüchten und Vermutungen, die im Internet kursieren. Denn Google hält den Algorithmus, der für das Ranking verantwortlich ist, aus verständlichen Gründen geheim.

Ein beliebtes Mittel, ein gutes Ranking zu erreichen, sind so genannte Doorway-Pages - Webseiten, deren einziger Daseinszweck der ist, ein ganz bestimmtes Suchwort bei Google oder anderen Suchmaschinen gut zu platzieren. Der Internet-Nutzer bekommt eine Doorway-Page im Normalfall nie zu Gesicht. Steuert er sie an, wird er auf die eigentliche Seite des Website-Betreibers weitergeleitet. Google reagiert auf den Einsatz von Doorway-Pages mittlerweile mehr und mehr verschnupft, mindern diese doch die Qualität der Suchergebnisse ganz erheblich.

Aus diesem Grund hat Google die deutsche Website von BMW aus seinem Suchindex entfernt. Die Seite www.bmw.de wird nicht mehr in der Ergebnisliste aufgeführt. Google begründete den Schritt damit, dass BMW versucht habe, Google-Suchergebnisse zu manipulieren.

Ein BMW-Sprecher erklärte, man sei überrascht über den Schritt von Google gewesen. Die verwendeten Doorway-Pages habe man als «Service für die Kunden» gesehen. Die fraglichen Seiten seien aber bereits seit vergangenen Donnerstag nicht mehr online. Die Auswirkungen für BMW hielten sich aber in Grenzen. Im Januar seien einer Erhebung zufolge lediglich rund 4400 der 1,1 Millionen Nutzer oder 0,4 Prozent über Google auf die BMW-Webseite gelangt. «Wir sehen das eigentlich relativ gelassen», sagte der BMW- Sprecher. Es liefen aber bereits Gespräche mit Google. «Wir gehen davon aus, dass Google die Webseite www.bmw.de binnen kurzer Zeit wieder listen wird.»

Auch Google signalisierte die Bereitschaft, einzulenken. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, Doorway-Pages sprächen gegen die Richtlinien der Suchmaschine. BMW habe aber auf die Kritik reagiert und die Seiten herausgenommen. «Ich denke, nachdem wir gesprochen haben, dass die Seite www.bmw.de bald wieder im deutschen Index zu finden sein wird.» (hx)

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