Wirtschaft : Südfleisch AG: Nur knapp an der Existenzkrise vorbeigeschlittert

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Die Münchner Südfleisch AG ist im branchenweit verheerenden Jahr 2000 knapp an einer Existenzkrise vorbeigeschlittert. "Noch so ein Jahr, dann ist die Firma ohne Kapital", sagte Konzernchef Volkmar Taucher in München zur Bilanzvorlage. Eine dauerhafte Lösung der seit Jahren anhaltenden und 2000 durch die Tierseuchen BSE sowie MKS verschärften Branchenkrise verspreche nur ein Abbau der vorhandenen Überkapazitäten von 30 bis 40 Prozent. Für Südfleisch sei eine Fusion mit der Buchloer Moksel AG eine denkbare Lösung. Südfleisch habe im Vorjahr 20 Millionen Mark Kapitalverzehr hinnehmen und zugleich Rücklagen im gleichen Umfang auflösen müssen, räumte der Manager ein. Das Eigenkapital sei auf 41 Millionen Mark geschmolzen und der Jahresüberschuss von plus drei auf minus 21 Millionen Mark in die roten Zahlen gerutscht. Bis zum nächsten Jahr will der Konzern nun 30 Millionen Mark einsparen. Die Zahl der Stellen wird von derzeit rund 4400 um 600 vermindert und Teile des Geschäfts werden aufgegeben.

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