Wirtschaft : Südfleisch wieder mit kleinem Gewinn

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Trotz Belastungen wegen fehlerhafter Tests auf die Rinderseuche BSE hat die Münchner Südfleisch AG 2001 ihr Ergebnis verbessert und eine schwarze Null erreicht. Finanzchef Volkmar Taucher sagte bei der Bilanzvorlage in München, der Fleischvermarkter habe nach zehn Millionen Euro Verlust im Vorjahr eine Trendwende erzwungen - durch Personalabbau, die Aufgabe defizitärer Geschäfte und die Begrenzung von Schlachkapazitäten. Zudem habe die Nummer drei der heimischen Branche von zeitweise billig zu erstehendem Schlachtvieh profitiert. Weil die Bayern im Vorjahraber fehlerhaft auf BSE getestetes Fleisch in Umlauf gebracht haben, wurden sie von Kunden mit Schadenersatzforderungen von knapp fünf Millionen Euro konfrontiert, sagte Taucher. Diese Forderungen seien in der Vorjahresbilanz komplett verarbeitet, sodass für dieses Jahr wieder mit einem Nullergebnis gerechnet werde. Taucher und der neue Südfleisch-Chef Karl-Heinz Kiesel hoffen, dass die im Vorjahr auch durch den Abbau von 560 Stellen erreichte Ergebnisverbesserung dauerhaft bleibt.

Nachdem der geplante Schulterschluss zwischen Südfleisch und Moksel als Nummer zwei der heimischen Fleischkonzerne 2001 schon im Vorfeld an Bedenken des Kartellamts gescheitert sei, will die mit 125 Millionen Euro verschuldete Südfleisch nun über neue Wege nachdenken, die eigene Lage zu verbessern. Sie hofft auf einen Forderungsverzicht der Banken und eine Kapitalzufuhr durch neue Gesellschafter.

2001 hat Südfleisch sechs Prozent Umsatz auf 1,3 Milliarden Euro verloren.

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