Wirtschaft : Superreiche ziehen an die Côte d’Azur

Frankfurt am Main - Die Superreichen dieser Welt kaufen ihre Luxusimmobilien einer Studie zufolge am liebsten an der Côte d’Azur. Der Küstenstreifen in Südfrankreich ist das erste und teuerste Wunschziel der sehr vermögenden Privatpersonen, wie die Fonds-Tochter der Deutschen Bank, Deutsche Asset & Wealth Management, und Savills World Research am Donnerstag in Frankfurt berichteten.

Eine typische Villa, die über fünf Schlafzimmer verfügt, koste dort inzwischen mehr als 28,5 Millionen Dollar, also gut 21 Millionen Euro. Die Côte d’Azur ziehe die Millionäre aus ganz Europa, Nordamerika und derzeit besonders auch aus dem Nahen Osten und Russland an. Nicht ganz billig sind die Villen in Monaco mit durchschnittlich 24 Millionen Dollar. Ähnlich teuer ist dem Bericht zufolge lediglich ein Häuschen auf Barbados mit 23 Millionen Dollar. Ebenfalls sehr beliebt seien Luxushäuser an der Costa Smeralda auf Sardinien. Allerdings mutet die Traumimmobilie dort mit durchschnittlich 11,5 Millionen Dollar beinah als Schnäppchen an. Auf der Karibik-Insel St. Barth’s zahlt, wer es sich leisten kann, rund 14 Millionen Dollar für ein geräumiges Domizil, im US-Wintersportort Aspen 13 Millionen.

In der Top 15 ist zudem die Schweiz dreimal vertreten: mit St. Moritz (8,5 Millionen Dollar), Gstaad (sieben Millionen Dollar) und Verbier (zehn Millionen Dollar). Wer ein sonniges Luxus-Plätzchen im Nahen Osten sucht, wird in Dubai fündig: In Emirates Hills liegt der Durchschnittspreis bei acht Millionen Dollar. Die Nachfrage nach Freizeitdomizilen an Luxuswohnorten werde insbesondere durch das starke Wachstum der sehr wohlhabenden Privatpersonen mit Vermögen von mehr als 30 Millionen Dollar angetrieben, sagte Yolande Barnes von Savills World Research. Ihre Zahl sei von 2009 bis 2012 um 34 Prozent gestiegen.

Für die Studie wurden mehr als 60 Luxuswohnorte nach Internationalität, Immobilienbewertung, Exklusivität und Attraktivität für den Luxustourismus analysiert. dpa

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