Wirtschaft : Swiss-Verlust bei 215 Millionen Euro

Vorerst keine Wende in Sicht

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Basel (dpa). Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss hat im ersten Halbjahr 2003 ihren Verlust dank Kostensparmaßnahmen etwas verringern können. Die Auslastung der Flugzeuge blieb aber gering. Mit 333 Millionen Franken (215 Millionen Euro) fiel der Verlust niedriger aus als erwartet. Analysten hatten mit einem Minus von über einer halben Milliarde Franken gerechnet. Wie das Unternehmen am Dienstag in Basel mitteilte, stieg der Umsatz um 16 Prozent auf fast 2,1 Milliarden Franken. SwissChef André Dosé rechnet auch für das zweite Halbjahr nicht mit einer Wende ins Plus.

Bei den Zahlen sind die Umstrukturierungskosten mit über 200 Millionen Franken noch nicht berücksichtigt. Außerdem fehlen in diesem Jahr noch 500 Millionen Franken, für die ein Kreditgeber gesucht wird. Ferner sind die Zahlen nur bedingt mit der Vorjahresperiode vergleichbar, da die Swiss als Nachfolgegesellschaft der insolventen Swissair ihren Betrieb erst Ende März 2002 aufgenommen hatte. Im ersten Halbjahr 2002 hatte der Verlust bei 447 Millionen Franken gelegen. Vor allem die Billigfluglinien wie Germanwings und Air Berlin sind für die Swiss zu einer Bedrohung geworden: „Der Preisdruck ist enorm“, sagte Dosé.

Der Sitzladefaktor, also die Auslastung der Swiss-Maschinen, betrug in den ersten sechs Monaten durchschnittlich 68,7 Prozent. Im Europaverkehr lag er im Durchschnitt nur bei 54,7 Prozent. Im Interkontinentalverkehr waren es 75,3 Prozent. Zu möglichen neuen Allianzen mit anderen Fluglinien oder gar einem Zusammengehen etwa mit der Lufthansa machte Dosé keine Aussagen.

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