Wirtschaft : T-Aktie: Eichel nimmt 18 Milliarden Mark ein

Der dritte Börsengang der Deutschen Telekom bringt dem Bund einen neuen Geldsegen: Bundesfinanzminister Hans Eichel kann mit Einnahmen von mehr als 18 Milliarden Mark rechnen. Die Telekom gibt die 200 Millionen neuen T-Aktien für 66,50 Euro aus. Weitere 30 Millionen Aktien stehen als Mehrzuteilungsreserve bereit. Der Handel mit den neuen Aktien beginnt an diesem Montag, teilte die Telekom mit. Damit platziert die Telekom Aktien im Gesamtwert von 29,3 Milliarden Mark.

Den insgesamt 230 Millionen Aktien stand nach Angaben der Telekom eine Nachfrage über 700 Millionen Papiere gegenüber, so dass die Emission 3,5-fach überzeichnet war. Unter Berücksichtigung der Mehrzuteilungsreserve gehen 70 Prozent der neuen Aktien an Privatanleger und 30 Prozent an institutionelle Investoren.

Bei diesem Börsengang trennt sich erstmals der Bund von einem Teil seiner T-Aktien. Die 200 Millionen Stück entsprechen 6,6 Prozent des Kapitals der Telekom. Sie stammen aus einem Paket von 21 Prozent, das der Bund bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) geparkt hatte. Der Staatsanteil an der Telekom fällt damit auf rund 57 Prozent. Die Einnahmen fließen nicht in vollem Umfang in die Staatskasse. Knapp 20 Euro je Aktie hatte die KfW in der vergangenen Legislaturperiode dem Bund für das gesamte Aktienpaket überwiesen. Nun erhält dieser nur noch die Differenz von 46,50 Euro je Aktie. Das sind 18,2 Milliarden Mark.

Ein Aktienhändler sagte, der Zuteilungspreis von 66,50 Euro sei "fair" aber "kein Schnäppchen". Bei dem Nachlass von drei Euro für die Frühzeichner könne sich "wirklich niemand beschweren". Auch gebe es keine Hinweise dafür, dass die T-Aktie am Montag an der Börse "durchfallen" werde.

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