Wirtschaft : T-Mobile nennt UMTS-Preise

Netz im September in Betrieb/Keine Geschäftsprognose

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DIE COMPUTERMESSE CEBIT 2003

Hannover (Tsp). Die TelekomTochter T-Mobile will von Mitte April an die Preise für Datenübertragung per Handy spürbar senken. Statt bisher 29 Cent werde ein Datenblock von zehn Kilobyte künftig neun Cent kosten, kündigte Vorstand Timotheus Höttges am Mittwoch auf der IT- Messe Cebit in Hannover an. Die weltgrößte Computermesse ist am Mittwoch eröffnet worden.

In Verbindung mit neuen Optionstarifen könne ein Kunde damit für weniger als fünf Euro monatlich rund 300 kurze e-Mails versenden. Diese Tarife gelten auch für künftige UMTS- Dienste. Höttges wies zudem auf den Ausbau drahtloser Netzwerkanbindungen (WLAN) hin. Bis Ende des Jahres werde es an Flughäfen, Bahnhöfen oder auch Hotels rund 250 so genannte Hotspots mit einem Zugang geben. Parallel laufe der Aufbau des UMTS-Netzes für je 250 Millionen Euro 2002 und 2003. So werde das Hochgeschwindigkeitsnetz für Handys mehr als 25 Prozent der Bevölkerung zur Verfügung stehen. Start werde im dritten Quartal 2003 sein.

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr will T-Mobile für das laufende Geschäftsjahr keine konkreten Wachstumsprognosen für Umsatz und operatives Ergebnis abgeben. Der Vorstandsvorsitzende René Obermann sagte auf der Cebit, „ich will keine Aussage zu konkreten Geschäftserwartungen machen.“ Die selbstgesteckten Ziele seien jedoch ambitioniert. „Ein Ziel ist, das Ergebnis weiter deutlich zu steigern“, fügte Obermann hinzu. Einen Grund für die Zurückhaltung nannte er nicht.

Die Cebit hat am ersten Tag einen kräftigen Besuchereinbruch hinnehmen müssen. Bundeskanzler Gerhard Schröder sieht für die Computerbranche in den kommenden Jahren aber wieder bessere Wachstumsaussichten. Nach dem schwierigen Jahr 2002 werde auf der Cebit in Hannover „sichtbar, dass es für die Branche durchaus angebracht ist, optimistisch auf dieses und auf die kommenden Jahre zu schauen“, sagte der Kanzler bei seinem traditionellen Messerundgang.

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