Wirtschaft : T-Mobile: Zeitplan für Börsengang gefährdet

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Der für Herbst geplante Börsengang der Telekomtochter T-Mobile International läuft Gefahr, auf das nächste Jahr verschoben zu werden. Hintergrund ist die Übernahme des US-Mobilfunkanbieters Voicestream durch die Deutsche Telekom und dessen geplante Eingliederung in T-Mobile. Ursprünglich sollte die Mobilfunktochter im Oktober an die Börse gehen, um die Platzierung nicht in allzu große Nähe zur Erstnotiz der Deutschen Post im November zu bringen. Aber die Telekom ist nach dem Kauf von Voicestream in Zeitnot geraten: Verlangt das Börsenrecht doch, dass umfangreiche Bilanzdaten des US-Mobilfunkers in den Verkaufsprospekt eingearbeitet werden. Diese Selbstdarstellung eines Börsenkandidaten muss zum Beispiel die Bilanzen der letzten drei Geschäftsjahre enthalten. Bei fusionierten Einheiten müssen die Zahlen dazu so zurückgerechnet werden, als ob der Konzern schon damals in seiner jetzigen Form bestanden hätte. Und mit dieser Rechnerei könnte es eng werden: Bei einer Vorlauffrist von der Prospekterstellung bis zur Handelsaufnahme von sechs bis sieben Wochen müsste der Prospekt spätestens Anfang September fertig sein. Telekom-Chef Ron Sommer will allerdings vorerst am Zeitplan festhalten. T-Mobile International umfasst die Mobilfunktöchter des Ex-Monopolisten, die deutsche T-Mobil und die britische One2One. Nicht mehr als zehn Prozent sollen an die Börse gebracht werden.

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