Wirtschaft : Tag der Entscheidung für Achenbach Spekulation um Ablösung des Karstadt-Chefs

-

Essen Die Spekulationen über eine Ablösung von Karstadt-Quelle-Chef Christoph Achenbach reißen nicht ab. Die „Welt am Sonntag“ zitierte ein nicht namentlich genanntes Aufsichtsratsmitglied mit den Worten: „Herr Achenbach hat den Rückhalt im Aufsichtsrat verloren. Die Stimmung ist inzwischen gegen ihn.“ Auf die Tagesordnung einer Aufsichtsratssitzung am kommenden Donnerstag sei der Punkt „Vorstandspersonalien“ gesetzt worden. Karstadt-Quelle- Sprecher Jörg Howe lehnte einen Kommentar zu dem Bericht ab. „Das sind reine Spekulationen, zu denen wir uns nicht äußern.“

Über eine Ablösung Achenbachs wird seit Monaten spekuliert. Zuletzt hatte Aufsichtsratschef Thomas Middelhoff Mitte März einen Bericht über einen Achenbach-Rücktritt zurückgewiesen und betont, der Konzernchef besitze das volle Vertrauen des Aufsichtsrats.

Als Nachfolger Achenbachs seien Finanzvorstand Harald Pinger sowie der Chef des Luxemburger Logistikkonzerns Thiel, Klaus Eierhoff, im Gespräch, berichtete die „Welt am Sonntag“ weiter. Als möglicher Interimsvertreter gelte der für die Karstadt-Warenhaussparte zuständige Vorstand Helmut Merkel. Informationen aus Aufsichtsratskreisen zufolge gerate Achenbach auch durch die Banken in Bedrängnis, die Kredite an Karstadt-Quelle übernommen hatten. Sollte der Konzern zugesagte Planzahlen verfehlen, könnten sie die Darlehen vorzeitig fällig stellen, heißt es.

Achenbach selbst bezeichnete sein Verhältnis zu Middelhoff als „professionell“. Man sei sicherlich gelegentlich unterschiedlicher Meinung, aber das sei befruchtend für einen Konzern, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom Sonnabend. Er beklagte eine Negativ- Kampagne gegen Karstadt-Quelle: „Was derzeit durch die Presse geht, sind oft falsche, ich habe persönlich den Eindruck, gezielt falsche Informationen.“ dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben