• Tankstellen verkaufen immer weniger Benzin Fahrzeuge werden sparsamer Verbände: Spritpreis ist zu hoch

Wirtschaft : Tankstellen verkaufen immer weniger Benzin Fahrzeuge werden sparsamer Verbände: Spritpreis ist zu hoch

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Hamburg (Tsp). Der Benzinabsatz in Deutschland geht immer weiter zurück. In diesem Jahr werden die Tankstellen 27,2 Millionen Tonnen Ottokraftstoff verkaufen, das sind drei Prozent weniger als im vergangenen Jahr, prognostiziert der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) in Hamburg. Der Absatz von Diesel werde mit 0,2 Prozent nahezu stagnieren. Auch im kommenden Jahr sinkt der Treibstoffverbrauch nach Ansicht des Branchenverbandes. Dann werde es beim Benzin ein Minus von 2,2 Prozent geben, beim Diesel allerdings ein leichtes Plus von 0,7 Prozent. Der MWV begründet dies damit, dass die Fahrer ihre Autos öfter stehen lassen, die Motoren sparsamer werden und Dieselfahrzeuge eine immer größere Rolle am Markt spielen würden.

Mineralöl ist auch bei den übrigen Produkten ein schrumpfender Markt. Der Gesamtabsatz von Benzin, Heizöl und anderen Ölprodukten wird im laufenden Jahr daher um 3,8 Prozent sinken auf dann 117,9 Millionen Tonnen. Im kommenden Jahr soll es nur einen leichten Anstieg um 0,2 Prozent auf 117,7 Millionen Tonnen geben. Das liege auch an einem scharfen Einbruch bei der Heizölnachfrage. Schuld daran seien hohe Bestände, warmes Wetter, bessere Öfen und Hausisolierungen.

Die Benzinpreise in Deutschland sind unterdessen auf hohem Niveau stabil. Im Oktober kostete ein Liter Eurosuper rund 1,076 Euro, das ist weniger als ein Cent mehr als der SeptemberDurchschnitt, wie der MWV mitteilte. Schon seit Wochen liegen die Preise für Benzin und Diesel knapp unter der Jahreshöchstmarke von April. 77,2 Cent pro Liter Benzin gehen an den Staat.

Der ADAC sieht indessen Spielraum für eine Senkung der Kraftstoffpreise. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) hält nach eigenen Berechnungen eine Preis von 0,82 Euro je Liter Diesel und von 1,02 Euro pro Liter Superbenzin für gerechtfertigt.

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