Wirtschaft : Tapir im Regen

Was Schuhe dicht macht und Kleidung trocken hält

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In der freien Natur gelten fast nashorngroße Tapire als plump und hässlich. Die gleichnamige Schuhcreme dagegen wird bei Herstellern edler Schuhe als Geheimtipp für exquisite Pflege gehandelt – auch gegen fieses, nasses Herbstschmuddelwetter. In einem Test verschiedener Pflegecremes vertrieb die Schuhcreme von Tapir (Tapir Lederpflegecreme, 75 Milliliter, 4,50 Euro) die Nässe am erfolgreichsten. Der kleine Hersteller, der seine Schuhpflegemittel mit nur fünf Mitarbeitern zusammenrührt, hat sich vorgenommen, das verloren gegangene Wissen um alte natürliche Rohstoffe wieder auszugraben. Verwendet werden zum Beispiel Carnaubawachs aus Brasilien und Candelillawachs aus Südamerika (für den Glanz). Jojobaöl, ein Wachs aus Nordamerika sowie Rizinusöl und Rapsöl fetten nach und halten das Leder geschmeidig, Bienenwachs imprägniert. Alle Zutaten sind nach Angaben des Herstellers, aus kontrolliert biologischem Anbau. TapirProdukte können zum Beispiel über Manufactum bezogen werden.

Wer seine Schuhe nicht nur gegen Nässe, sondern auch gegen Schnee sichern will, kann sich Schneeketten drunterschnallen (gesehen bei Manufactum, 15 Euro). Die Tüv-geprüften Metallketten sind eher für derbe Wanderschuhe geeignet. Vom Einsatz auf schnee- und eisfreien Flächen rät der Hersteller ab – wahrscheinlich scheppert es einfach zu laut.

Um auch Anoraks oder Baumwoll-Hosen winterfest zu machen, hat Granger’s das Spray „Extreme Waterproof“ (300-Milliliter-Flasche, 14,95 Euro) entwickelt. Die Imprägnierung auf Wasserbasis soll, so verspricht zumindest der Hersteller, alle Textilien vor feuchten Attacken schützen. Die Lösung wird aufgesprüht und mit Hilfe eines Bügeleisens funktionstüchtig gemacht. Wie lange die Schutzschicht das Wasser zurückhält, steht leider nicht in der Gebrauchsanleitung. Immerhin: Sie soll auch mehrere Waschgänge fast unbeschadet überstehen. pet/Foto: promo

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