Tarifeinigung : Beschäftigte in der Chemiebranche erhalten 4,4 Prozent mehr

Die chemische Industrie hat einen neuen Tarifabschluss: Die 550.000 Beschäftigten erhalten in diesem Jahr 4,4 Prozent mehr Geld für eine Laufzeit von 13 Monaten sowie zusätzlich 0,5 Prozent.

Lahnstein 2009 werden die Entgelte um weitere 3,3 Prozent für zwölf Monate erhöht. Das teilte die Gewerkschaft IG BCE am Mittwoch nach der zweiten bundesweiten Verhandlungsrunde im rheinland- pfälzischen Lahnstein mit. Die Laufzeit beginnt regional unterschiedlich und endet zwischen Ende März und Ende Mai 2010.

"Die kräftige Anhebung der Einkommen entspricht der Lage, wir haben unser Ziel ein höherer Abschluss als 2007 erreicht", sagte IG BCE-Verhandlungsführer Werner Bischoff. Die IG BCE war mit der Forderung nach Einkommenserhöhungen von sieben Prozent in die Tarifrunde gegangen. Der vorige Abschluss hatte ein Volumen von 4,3 Prozent, bestehend aus einer linearen Anhebung von 3,6 Prozent und einer Einmalzahlung von 0,7 Prozent eines Monatsentgelts in jedem Monat der Laufzeit.

Zudem vereinbarten die Gewerkschaft IG BCE und der Bundesarbeitgeberverband BAVC einen neuen Tarifvertrag zur flexiblen Gestaltung der Lebensarbeitszeit und eine Fortschreibung des Ausbildungstarifvertrags bis 2012. Zur Finanzierung der Altersteilzeit werden laut Gewerkschaft 2009 betriebliche Fonds eingerichtet, die von den Arbeitgebern jährlich mit einem "Demografiebeitrag" von zunächst 300 Euro pro Beschäftigten gespeist werden. (kj/dpa)

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