Wirtschaft : Tarifgespräche bringen kein Ergebnis

Warnstreiks im öffentlichen Dienst

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Berlin (dpa/Tsp). Begleitet von Warnstreiks und Protestaktionen fanden am Mittwoch in Berlin die Sondierungsgespräche für die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes statt. Am Abend wurden sie ohne Ergebnis beendet. „Die Arbeitgeberseite hat kein Angebot vorgelegt“, sagte der Vorsitzende der Tarifunion des Deutschen Beamtenbundes, Robert Dera. „Wir bleiben bei unserer Forderung von drei Prozent mehr Lohn.“ Die zweite Verhandlungsrunde ist für den 18. Dezember vorgesehen.

Gewerkschaften und Arbeitgeber kamen in kleiner Runde zusammen, an der unter anderem VerdiChef Frank Bsirske und Bundesinnenminister Otto Schily teilnahmen. Am Vormittag waren einige tausend Berliner Beschäftigte dem Aufruf der Gewerkschaft zu einer Kundgebung gefolgt. Bsirske unterstrich dabei die Bereitschaft der Gewerkschaften, gegebenenfalls die Warnstreiks auszuweiten. Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes hätten in den letzten zehn Jahren niedrigere Tarifabschlüsse als in der Privatwirtschaft hinnehmen müssen, sagte der Verdi-Chef. Dies werde man diesmal nicht hinnehmen. Zudem forderte Bsirske einen verbindlichen Zeitplan für die Angleichung der Ostgehälter bis zum Jahr 2007.

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