Tarifkonflikt bei der Bahn : Zwei Stunden verhandeln

Die Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL setzen sich selbst ein Zeitlimit für die heutigen Verhandlungen. GDL-Chef Schell sprach von zwei Stunden. Klar ist: Die Entscheidung über einen neuen Lokführer-Streik wird heute fallen.

Bahn Mehdorn Suckale
Stürmische Zeiten: Bahn-Chef Mehdorn (l.) und Bahn-Personalchefin Margret Suckale (r.). -Foto: dpa

BerlinDer GDL-Vorsitzende Manfred Schell sagte in Berlin, ob die Vorstellungen über den geforderten eigenständigen Tarifvertrag identisch seien, sei "im Augenblick noch zweifelhaft". Er kündigte an, dass es in etwa zwei Stunden eine Entscheidung geben müsse. Beide Seiten waren in der Nacht auseinandergegangen, nachdem sie rund zehn Stunden nach Annäherungen gesucht hatten.

Bahnchef Hartmut Mehdorn äußerte sich vor dem Treffen in einem Hotel nahe der Bahn-Zentrale nicht. Sollte keine Übereinstimmung erreicht werden, drohen neue Streiks im Schienenverkehr.

Die GDL hatte in der vergangenen Woche zunächst nur in eine einzige Verhandlungsrunde eingewilligt, um die ungelöste Streitfrage des eigenständigen Tarifvertrags zu klären. Sie versteht darunter, Regelungen zu Einkommen und Arbeitszeit vollkommen unabhängig von den beiden größeren Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA verhandeln zu können. Die Bahn ist nur unter Vorbedingungen zu einem eigenständigen Tarifvertrag für Lokführer bereit. Das Unternehmen besteht vor allem darauf, dass sich die Gewerkschaften untereinander in Lohnfragen abstimmen. (mac/dpa)

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