Tarifkonflikt : Not-Einsatz für Bahn-Vermittler

Das Ende der Streikpause naht, doch ein Ergebnis im Tarifstreit zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und Deutschen Bahn zeichnet sich nicht ab. Am Donnerstag sollen die beiden Vermittler, Kurt Biedenkopf und Heiner Geißler, den Wagen wieder aufs Gleis heben.

Geißler Biedenkopf Bahn
Ohne sie geht nichts: Kurt Biedenkopf (l.) und Heiner Geißler (r.) sollen im Tarifkonflikt der Bahn wieder vermitteln. -Foto: ddp

BerlinAn diesem Donnerstag kommen die früheren CDU-Spitzenpolitiker zu einem Gespräch mit allen drei Gewerkschaften und der Bahn in Berlin zusammen. Die Moderatoren waren von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zur Hilfe gerufen worden. Die Bahn hatte sich aber gegen eine Einbeziehung in die eigentlichen Tarifverhandlungen gewandt. Für eine Einigung über einen eigenständigen Lokführer-Tarifvertrag ohne neue Streiks ist nur noch bis 30. September Zeit.

Die Bahn und die GDL hatten Mitte August Verhandlungen darüber aufgenommen. Dann entbrannte aber Streit über den Verhandlungsrahmen, den die Vermittler abgesteckt hatten. Die Bahn verweist darauf, dass die GDL sich mit den anderen beiden Gewerkschaften Transnet und GDBA über Inhalte und Verfahren abstimmen müsse. Die GDL lehnt es dagegen ab, zunächst eine Kooperation mit Transnet und GDBA zu vereinbaren. In dem erneuten Gespräch mit Geißler und Biedenkopf an einem nicht genannten Ort sind diese gebeten, "die offensichtlich noch strittigen Punkte im Moderatorenabkommen eingehend zu erläutern", hatte die GDL mitgeteilt.

Sie fordert eine Anhebung des Anfangsentgelts von knapp 2000 Euro auf 2500 Euro. Parallel verhandelt der Konzern auch mit Transnet und GDBA für die übrigen Beschäftigten über neue Entgeltstrukturen. Am Ende der zweigleisigen Verhandlungen sollen die Ergebnisse für die Lokführer "konflikt- und widerspruchsfrei" in das gesamte Tarifwerk eingefügt werden. (mit dpa)

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