Wirtschaft : Tarifrunde auch in Stuttgart gescheitert - Nächster Termin am 6. März

Im Metall-Tarifbezirk Baden-Württemberg sind am Mittwoch die Verhandlungen für die rund 830 000 Beschäftigten ohne Ergebnis auf den 6. März vertagt worden. Damit hat auch der letzte Verhandlungs-Auftakt in der westdeutschen Metallindustrie keine Annäherung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern gebracht. Bei dem Treffen in Böblingen zeichnete sich allerdings ab, dass der Südwesten mit der boomenden Automobilindustrie wieder eine Vorreiterrolle übernehmen könnte. Bundesweit beschäftigt die Branche 3,4 Millionen Beschäftigte. Die Positionen der baden-württembergischen Tarifpartner lagen nach den gut dreistündigen Gesprächen noch weit auseinander. Die IG Metall fordert 5,5 Prozent im Volumen, die teils in Einkommenserhöhungen, teils in den Einstieg in die Rente mit 60 fließen sollen. Die Arbeitgeber wollen lediglich über ein Volumen in Höhe des prognostizierten Produktivitätszuwachses von 2,6 Prozent verhandeln. Die Gewerkschaftsforderung widerspreche den Vereinbarungen im Bündnis für Arbeit, meinte der Vorsitzende des Verbandes der Metallindustrie, Klaus Fritsche. Er strebe einen mehrjährigen Tarifabschluss mit "moderaten" Lohnerhöhungen und ein erfolgsabhängiges Weihnachtsgeld an.

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