Wirtschaft : Tarifrunde und Konjunktur: IG Metall fordert 6,5 Prozent

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Die IG Metall wird mit einer Lohnforderung von 6,5 Prozent in die Tarifrunde ziehen. Das sagte IG-Metall-Chef Klaus Zwickel nach einer außerordentlichen Vorstandssitzung in Frankfurt (Main). Die Metallgewerkschaft will mit den Arbeitgebern einen Tarifvertrag mit einer Laufzeit von zwölf Monaten verhandeln, der im März in Kraft treten soll.

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Mit ihrer Forderung erfüllt die IG Metall die Erwartungen der Metall-Tarifbezirke. Die Bundesregierung hatte am vergangenen Freitag im Spitzentreffen des Bündnisses für Arbeit vergeblich versucht, die Metallgewerkschaft zu einem maßvolleren Kurs in der Tarifpolitik zu bewegen. Zwickel begründete die Forderung mit einer erwarteten Inflationsrate von bis zu zwei Prozent, einem Produktivitätsanstieg von ebenfalls rund zwei Prozent, "Umverteilung und Nachholbedarf". Die Gewerkschaft will in der diesjährigen Tarifrunde auch den Einstieg in eine gemeinsame Entgeltstruktur für Arbeiter und Angestellte schaffen.

Bundeswirtschaftsminister Werner Müller lehnte die IG-Metall-Forderung ab. "Es wird viele Betriebe geben, die eine solche Steigerung nicht zahlen können", erklärte der parteilose Minister im Sender n-tv. Die erste Runde der Tarifverhandlungen beginnt am 7. Februar in Bayern, vor Anfang März wird es aber kaum ernsthafte Verhandlungen geben. Die Gewerkschaft hat sich auch noch nicht auf einen Pilotbezirk festgelegt.

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